Archiv 2006

Zwei Rote Karten in zehn Jahren

(13.12.2006) – www.lzsport.de

Lüneburgs Schiedsrichter des Jahres: Ioannis Kafetzakis.

Lüneburgs Schiedsrichter des Jahres: Ioannis Kafetzakis.

Seit mehr als drei Jahrzehnten ist Ioannis Kafetzakis als Spieler und Trainer eine feste Größe in der Lüneburger Fußballszene. Und seit zehn Jahren auch als Schiedsrichter. Jetzt wurde der 48-Jährige von seinen Schiri-Kollegen zu Lüneburgs „Schiedsrichter des Jahres 2006“ gewählt. Im Interview mit LZsport.de verrät der Einträchtler, der bis zur Kreisliga pfeift, seine Einstellung zum Job des Unparteiischen – und warum er in zehn Jahren nur zwei Rote Karten verteilt hat.

LZsport.de: Herr Kafetzakis, herzlichen Glückwunsch zur Wahl zum Schiedsrichter des Jahres. Überrascht?

Ioannis Kafetzakis: Vielen Dank. Ich war schon überrascht, dass ich überhaupt einer der drei Nominierten war. Die Wahl ist eine schöne Bestätigung für die Arbeit als Schiedsrichter.

LZsport.de: Was gab Ihrer Einschätzung nach den Ausschlag für Ihre Wahl?

Kafetzakis: Ich denke, meine Zuverlässigkeit. Die ist das A und O im Schiedsrichterwesen. Ich erlebe es oft als Spieler in der Altliga: Da erscheint bei der Hälfte der Spiele kein Schiedsrichter. Das gibt es bei mir als Schiri nicht. Ich sage auch niemals kurzfristig Spiele ab. Und ich nehme an allen Lehrabenden teil.

LZsport.de: Die Auszeichnung ist auch eine Anerkennung für Ihre Leistungen auf dem Platz. Was zeichnet Sie als Schiedsrichter aus?

Kafetzakis: Dass ich selbst seit Ewigkeiten Fußballer bin und bei der Eintracht höherklassig gespielt habe, hat mir Respekt verschafft. Da kann man die Dinge auch besser einschätzen. Wenn ein Stürmer von seinem Gegenspieler was auf die Füße bekommt und sich dann lautstark beschwert, kann ich darüber hinweghören – weil ich selbst weiß, wie weh so etwas tun kann. Ich glaube, in zehn Jahren als Schiedsrichter habe ich gerade mal zwei Rote Karten verteilt. Wenn ein Spiel hektisch wird, musst du als Schiri kühlen Kopf bewahren – sonst gute Nacht…

LZsport.de: Was genau macht für Sie den Spaß an diesem nicht immer angenehmen Job aus?

Kafetzakis: Das Schönste daran ist für mich, junge Leute als Assistenten dabei zu haben, die man an die Aufgaben als Schiedsrichtergespann heranführen kann. Wenn ich die Jungs dann ein paar Jahre später in höheren Ligen pfeifen oder an der Linie stehen sehe, freut mich das sehr.

LZsport.de: Sie sind gebürtiger Grieche. Haben Sie bei Ihren viele Einsätzen auf den hiesigen Sportplätzen rassistische Anfeindungen erlebt?

Kafetzakis: Dazu kann ich absolut nichts Negatives sagen. Das ist immer alles im Rahmen geblieben. Aber ich bin ja nun auch schon seit Jahrzehnten – nämlich seit ich 1969 nach Lüneburg gekommen bin – hier im Fußball aktiv und die meisten kennen mich schon lange.

LZsport.de: Wann haben Sie Ihren nächsten Einsatz an der Pfeife?

Kafetzakis: Bis Ende Dezember kann ich meine Pfeife ruhen lassen. Dann geht’s mit dem Budenzauber, dem Eintracht-Hallenturnier, weiter.

Auch der Jungschiedsrichter des Jahres wurde gewählt. Es gewann Robert Lack vom VfL Lüneburg.

Anerkennungsverfahren 2006/07 abgeschlossen

(15.10.2006)

Wie zu jeder Saison muss der Lüneburger Kreis-SR-Ausschuss über die Anerkennung der einzelnen Schiedsrichter befinden. Fünf Lehrabende, ausreichend geleitete Spiele sowie die Ablegung von Lauf- und Theorieprüfung sind Voraussetzung, um für den jeweiligen Verein als aktiver Schiedsrichter anerkannt zu werden und auch den berühmten Stempel in den SR-Ausweis zu erhalten, der bekanntlich zu allen DFB-Spielen freien Eintritt ermöglicht.
Leider hat die Zuverlässigkeit innerhalb der Lüneburger Unparteiischen sehr nachgelassen, Spiele werden verstärkt kurzfristig zurückgegeben oder man tritt ganz einfach nicht an, so dass sich der Kreis-SR-Ausschuss dazu gezwungen sah, strenge Maßstäbe beim diesjährigen Anerkennungsverfahren anzulegen. Die Folge: nachdem für die Saison 2005/06 229 Schiedsrichter anerkannt wurden, sind es für die jetzige Spielzeit gerade noch 195 aktive Unparteiische – davon 136 Senioren-SR und 59 Kollegen unter 18 Jahren.
Dramatisch ist die Lage beim SV Karze und beim MTV Soderstorf, die beide keinen einzigen Schiedsrichter stellen, auf der anderen Seite wird die Liste von drei Stadtvereinen angeführt: SV Eintracht Lüneburg (18 SR insgesamt – 12 Senioren/6 Junioren), VfL Lüneburg (16 – 5/11) sowie vom Ochtmisser SV (11 – 8/3).

Aufregender Kick für Lüneburger Bezirksliga-Aufsteiger

(23.08.2006)

Nachdem Tomas Ostrowski (TuS Erbstorf) zur Saison 2006/07 in die Bezirksliga aufgestiegen ist, bekam er gleich einen ersten „großen“ Auftrag: die Leitung des Freundschaftsspiels zwischen dem Lüneburger Bezirksoberligisten SV Eintracht und dem Bundesliga-Team von Hannover 96 (Endstand 0:7).
Mit der Begegnung vor 1.500 Zuschauern hatte er keinerlei Probleme, wurde dabei an den Linien unterstützt von Hendrik Hansen (TSV Bardowick) und Tobias Traumann (VfL Lüneburg) sowie von Denny Meier (SV Eintracht Lüneburg) als vierten Mann.

Neue SR-Ausweise eingetroffen

(10.07.2006)

Nach fünf Jahren können die SR-Ausweise nicht verlängert werden. Die neuen Ausweise sind inzwischen eingetroffen. Bitte zu einem der nächsten Lehrabende ein Passbild mitbringen oder es an KSA-Mitglied Oliver Vogt senden.

Lüneburger SR treffen WM-Schiri

(25.06.2006)

„Die Welt zu Gast bei Freunden“ – dieses Motto lebten einige Lüneburger Schiris tatsächlich aus. Als WM-Tourist hielt sich Rosley Samad, seines Zeichens Generalsekretär der SR-Vereinigung aus Singapur (FRAS), fast drei Wochen in Deutschland auf und war natürlich auch in Lüneburg zu Gast. Highlight des Besuches war sicherlich das Zusammentreffen mit WM-Schiri Shamsul Maidin nach den Spielen im WM-Hotel Sheraton in Hannover. Maidin leitete in der niedersächsischen Metropole gleich zwei Spiele (zur vollsten Zufriedenheit des Fachpublikums): Mexiko – Angola und Costa Rica – Polen.
Hier noch ein Bild vom Treffen nach dem ersten Spiel:

Auf dem beigefügten Foto sind zu sehen (die Funktionen später): hinten v. l. n. r. Otto Vogt, Manfred Kreutz, Wilfried Heitmann, Shamsul Maidin, Rosley Samad, Francisco Oscar Lamolina, Rodrigo Gonzalez; vorne v. l. n. r.: Oliver Vogt, Carlos Chandia, Prachya Permpanich. Es fehlt der 2. SR-Assistent Eisa Ghuloum (Vereinigte Arabische Emirate), der noch ein Gebet abhielt...!!! Otto Vogt: Mitglied Kreis-SR-Ausschuss Lüneburg Manfred Kreutz: Kreis-SR-Obmann Lüneburg Wilfried Heitmann: FIFA-Verbindungsmann zu den WM-SR in Hannover ("Liason Officer"), SR-Obmann Norddeutscher Fußballverband, Ex-Bundesliga-SR Shamsul Maidin (Singapur): WM-Schiedsrichter Rosley Samad (Singapur): Generalsekretär SR-Vereinigung Singapur Francisco Oscar Lamolina (Argentinien): offizieller SR-Beobachter, WM-Schiedsrichter 1994 Rodrigo Gonzalez (Chile): 5. Schiedsrichter (Ersatz-SR-Assistent) Oliver Vogt: Mitglied Kreis-SR-Ausschuss Lüneburg Carlos Chandia (Chile): 4. Schiedsrichter (der Mann mit der Auswechsel- und Nachspielzeittafel..., Ersatz-SR) Prachya Permpanich (Thailand): WM-SR-Assistent

Auf dem beigefügten Foto sind zu sehen (die Funktionen später): hinten v. l. n. r. Otto Vogt, Manfred Kreutz, Wilfried Heitmann, Shamsul Maidin, Rosley Samad, Francisco Oscar Lamolina, Rodrigo Gonzalez; vorne v. l. n. r.: Oliver Vogt, Carlos Chandia, Prachya Permpanich. Es fehlt der 2. SR-Assistent Eisa Ghuloum (Vereinigte Arabische Emirate), der noch ein Gebet abhielt…!!!
Otto Vogt: Mitglied Kreis-SR-Ausschuss Lüneburg; Manfred Kreutz: Kreis-SR-Obmann Lüneburg; Wilfried Heitmann: FIFA-Verbindungsmann zu den WM-SR in Hannover („Liason Officer“), SR-Obmann Norddeutscher Fußballverband, Ex-Bundesliga-SR; Shamsul Maidin (Singapur): WM-Schiedsrichter; Rosley Samad (Singapur): Generalsekretär SR-Vereinigung Singapur; Francisco Oscar Lamolina (Argentinien): offizieller SR-Beobachter, WM-Schiedsrichter 1994; Rodrigo Gonzalez (Chile): 5. Schiedsrichter (Ersatz-SR-Assistent); Oliver Vogt: Mitglied Kreis-SR-Ausschuss Lüneburg; Carlos Chandia (Chile): 4. Offizieller; Prachya Permpanich (Thailand): WM-SR-Assistent

Und auch die Spiele Deutschland-Ecuador und Niederlande – Portugal leitete ein in Lüneburg bekannter Schiedsrichter: Valentin Ivanov, der mit einer russischen SR-Auswahl 1991 + 1993 das Internationale Referee-Turnier der SV Eintracht gewann.

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